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Das Internet wird nach Meinung von den meisten Experten in einigen Jahren der Zugangsträger zu allen Wissensbeständen der Welt sein. Man könnte auch sagen, dass das Internet der Wissensträger der Zukunft ist. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, dieses Wissenssystem angemessen und effizient bedienen zu können. Dies bezieht sich nicht nur auf die passive Nutzung des Internets, die reine Rezeption, sondern auch auf die aktive Nutzung, das Erstellen von eigenen Inhalten im Internet. Neben vielen positiven Aspekten kann die Nutzung von neuen Medien jedoch auch ein großes Risiko für Kinder und Jugendliche mit sich bringen. Mangelnde Qualität der Inhalte im Netz, Internetseiten mit jugendgefährdenden Inhalten, behavioral targeting, cyber bullying und cyber grooming sind einige Stichworte, die in diesem Zusammenhang genannt werden können. Dabei spielt die Mitteilungsfreudigkeit von vielen Jugendlichen eine große Rolle. Vielen ist nicht bewusst, dass sie private Informationen in einen öffentlichen Raum für alle anderen Internetnutzer zur Ansicht zur Verfügung stellen. Die Möglichkeit des Missbrauchs von diesen privaten Informationen ist den meisten Kindern und Jugendlichen nicht bewusst. Aber auch viele Eltern sind mit der Situation überfordert. Nach einer BITCOM-Studie von 2009 sind 31 % der befragten Eltern der Meinung, dass sie die Internet-Nutzung ihrer Kinder nicht unter Kontrolle hätten. Die folgende Auflistung präsentiert andere negative Konsequenzen einer allzu sorglosen Internet-Nutzung:
--> 250.000 Strafanzeigen und Abmahnungen aufgrund von illegalen Downlaods von Musik und Filmen über das Internet. --> Allein die Verbraucherzentrale NRW registriert jeden Monat 22.000 Opfer betrügerischer Abo-Fallen im Internet. Zumeist die Eltern betroffener Kinder und Jugendlicher müssen sich über Monate mit Rechtsanwaltskanzleien und Inkasso-Büros auseinandersetzen. --> Jeder 5. Jugendliche berichtet von sexuellen Übergriffen in Chatsituationen, über Messenger-Dienste, Webcam oder in social communities (cybergrooming). --> Andere werden Opfer von über das Internet gesteuerten Mobbing-Attacken. --> Selbst nach nüchternen Schätzungen gelten ca. 5 % Jugendliche als onlinespielsüchtig oder pornosüchtig.
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