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NaunryRitze Trailer

Stolz Und Vorurteil

Die Idee zum Film entstand im Gespräch mit deutsch-türkischen Jugendlichen über nationale Zugehörigkeit, Nationalflaggen und über die damit verbundenen Vorstellungen und Vorurteilen über Türken und Deutsch-Türken. Die gewählte Interview-Form ergab sich aus der Thematik, die den direkten Kontakt und spontane Gesprächssituationen benötigt. So zogen die Jugendlichen der Naunynritze mit Kamera und Mikro los und befragten Passanten, Freunde und frisch angekommene türkische Studenten von Essen, Flirtverhalten über Lifestyle, Mode bis zum Glauben. Die türkischen Studenten konnten auf diese Weise über ihre noch „unverfälschten“ Meinungen über die Deutsch-Türken in Berlin plaudern, und diese wurden mit den Aussagen der Berliner Deutsch-Türken gespiegelt. Aus der Gegenüberstellung der Aussagen ergibt sich ein Gesamtbild, das komplex wie widersprüchlich ist. Letztlich bleibt es dem Betrachter überlassen, ein eigenes Urteil zu fällen.

Im Film werden bestehende Vorurteile mit einem Augenzwinkern widerlegt, da sie sich immerfort gegenseitig widerlegen und keine der Aussagen eine Bekräftigung noch Bestätigung erfährt. Für die deutschen Zuschauer ist es interessant zu erfahren, dass die Deutsch-Türken keine homogene Gruppe darstellt, sondern dass sie während der Jahrzehnte ihres Deutschlandaufenthaltes eine neue eigenständige Kultur hervorgebracht hat, wie sie in der Türkei in dieser Form nicht existiert.

Der Soundtrack zum Film stammt von einem deutsch-türkischen Musiker aus Frankfurt, Sultan Tunc, der ein traditionelles türkischen Lied covert und darin die Diversität und Vielfalt der Kulturen innerhalb der Türkei besingt.
Die Interviewpassagen und Straßenbilder von Berlin-Kreuzberg ergänzen und kommentieren einander und zeigen insgesamt ein interkulturelles und vielfältiges Berlin.