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1. Einführung in die VOLICITY Zulassung Während der Planung für die VOLICITY Kurse beauftragten wir unseren Körperschaftspartner OCNLR in Grossbritannien mit einiger Forschungsarbeit, um die richtige Zulassungsart für VOLICITY Schüler zu finden. Diese Studie wurde im April 2006 veröffentlicht ("A UK Perspective on Qualifications and Accreditation for the Creative and Cultural Industries"). Laut der Forschungsergebnisse sollte VOLICITY: - Eine Zulassung bieten, die formell eine Leistung anerkennt
- Eine Einheitsgebundene Struktur bieten, die Zielerreichung in kleinen Schritten ermöglicht
- Lerneinheiten mit Schlüsselqualifikationseinheiten kombinieren, die von der kreativen und kulturellen Industrie (CCI) für wichtig zur Einstellung erachtet werden
- Anstelle einer traditionellen Kursende-Prüfung eine alternative Einstufungsmethode bieten, mit besonderem Augenmerk auf den Gebrauch des e-portfolio
- Arbeitgeber in die Entwicklung der Kurse mit einbeziehen
Einheiten auf einer Stufe anbieten, die unterhalb des zu erwartenden Ziellevels liegt, damit alle Ziele erreicht werden

2. Entwicklung eines Qualifikations- und Verdienstsystems: Ein Kontext aus Grossbritannien
Die VOLICITY Studie berücksichtigte die in Grossbritannien vorherrschende Meinung, das bestehende Qualifikationssystem müsse überholt werden. Dieser Gedanke hatte schon begonnen, den Bedarf nach grösserer Flexibilität im Lernbereich hervor zu heben (z.B. durch kleine, lohnende Einheiten und Kombinationen von Einheiten), mit Augenmerk auf den Fortschritt und die Resultate des Lernenden basierend auf dem Erfolg. Dieser Denkansatz bildet einen Teil des Engagements seitens der Regierung, um den Zugang zu Bildung und Förderung zu erweitern und ihn ins Sozialprogramm mit auf zu nehmen. Offiziell ausgedrückt, zeigt der folgende Überblick einen Kontext für die Ziele von VOLICITY: nämlich flexible, einheitsgebundene Kurse zu bieten, die einen übertragbaren Erfolgswert für die teilnehmenden Schüler mit sich bringen. Im Rahmen einer Förderungsstrategie der Britischen Regierung wurden die Qualifizierungs- und Lehrstoffbehörde (Qualifications and Curriculum Authority QCA) und ihre Partner von der Regierung im Jahre 2003 gebeten, ein flexibles, einheitsgebundenes Qualifikationssystem zu entwickeln. Die ursprüngliche Arbeit brachte zwei wichtige Berichte hervor: New Thinking for Reform (2004) (Neues Umdenken) und A Framework for Achievement: recognising qualifications and skills in the 21st century (2004) (Eine Rahmenstruktur zur Zielerreichung: Qualifikationen und Fachkenntnis anerkennen im 21. Jahrhundert).
Im Jahre 2005 wurde QCA dann gebeten, eine Testphase für die nächsten zwei Jahre zu schaffen, um die Grundprinzipien eines neuen, einheitsgebundenen Qualifikationssystems auszuprobieren. Dieses nennt sich das Qualifikations- und Benotungssystem (Qualification and Credit Framework QCF). Die Testphase ist gerade auf ihrem Höhepunkt und vor kurzem wurde ein Zwischenbericht über den Fortschritt veröffentlich: www.qca.org.uk/qca_8150.aspx.
Prinzipien zum Qualifikations- und Benotungssystem: Das QCF Modell bietet einige innovative Funktionen und ihre Kombination macht dieses Modell so einzigartig. Die Projektierung ist eine der aufbauenden Entwicklungen nationaler Qualifikationen durch die Kombination von Einheiten in Übereinstimmung mit standardisierten Regeln. Das projektierte System würde es den Lernenden ermöglichen, Benotung für ihre Zielerreichungen zu erhalten und, wenn nötig, Punkte im Verlauf neuer Lernprogramme anzusammeln. Vier Ziele wurden bei der Entwicklung vom QCF genannt. Das QCF sollte: - Sicher stellen, dass ein breiteres Zielerreichungsspektrum innerhalb eines inklusiveren Qualifikationssystem anerkannt werden kann
- Ein Qualifikationssystem ins Leben rufen, das individuellen und Arbeitgeber-Ansprüchen eher entspricht
- Ein einfacheres Qualifikationssystem ins Leben rufen, das für alle Nutzer leichter zu verstehen ist
- Die Bürde der Bürokratie bei Benotung und Bewertung von Qualifikationen erleichtern
3. Ein internationaler Kontext In vielen Teilen der Erde, besonders in Europa, wird momentan viel für Qualifikationssysteme getan. Vier von fünf Ländern werden zukünftig ein nationales Qualifikationssystem haben. Bis vor kurzem jedoch, gab es wenig Arbeit bei der Entwicklung von Benotungssystemen. Der traditionelle Ansatz handelt von Spezifikationen für Lernmodule und Bewertungseinheiten, die auf bereits existierenden Komplett-Qualifikationen beruhen. Benotungen, ihre Werte und die Anwendung von Lernergebnissen sind vielen Menschen gar nicht geläufig. Integrierung dieser Mittel jedoch in die allgemeine Ausbildung, Berufsausbildung und Förderung (VET) und höhere Schulbildung (HE) befindet sich auf dem Vormarsch. Dieses ist teilweise dem europäischen Benotungsübertragungssystem (European Credit Transfer System ECTS) für höhere Schulbildung zu verdanken. Ein VET Äquivalent (ECVET) befindet sich derzeit im Beratungsstadium und ist daher weniger entwickelt. Die hauptsächliche Herausforderung für dieses Benotungsmodell sowohl in Grossbritannien als auch woanders besteht darin, wie man die Benotung für unterschiedliche Arten von Qualifikationen und Fähigkeiten bestimmen kann. Historisch betrachtet, basiert die Benotung auf geleiteten Lernstunden (GLH) innerhalb des Höheren- Schul-Sektors, und nicht auf Ergebnisorientiertem Denken anderer Systeme. Bei Berufsaus- und –weiterbildung (VET) sind die Lernergebnisse wichtig zur Definierung einer Einheit oder Qualifikation, nicht GLH. In diesem Falle ist die grösste Herausforderung, die Lernergebnisse in Benotungswerte umzuwandeln.

4. VOLICITY: Arbeiten mit OCNLR
OCNLR ist eines von 11 regionalen Open College Netzwerken in Grossbritannien, lizensiert durch das National Open College Netzwerk (NOCN). NOCN wird als Vergabegesellschaft anerkannt und ist die führende Vergabestelle für Benotungen in Grossbritannien. Unter www.nocn.org.uk finden Sie bitte weitere Informationen. NOCN hat kürzlich seine‚ NOCN Qualifikationen für Karriere zur Verfügung gestellt (2007). Dieses ist eine neue und andere Art von Qualifikation (obwohl sie auf langjähriger Anwendungserfahrung basiert). Jede Einheit in diesem Qualifikationen für Karriere System hat einen zugeordneten Stufen- und Benotungswert. Die Schüler können Punkte ansammeln für eine AUSZEICHNUNG, ein ZERTIFIKAT oder DIPLOM aus einer Vielzahl von Einheiten, um gezielt einem ganz bestimmten Studienplan oder Arbeitgeberwünschen zu entsprechen. Die Qualifikationen für Karriere sind einzigartig flexible, weil sie Einheiten verschiedener Themengebiete zusammen mit den Kernfächern mischen, um Kurse zu schaffen, die den Bedürfnissen und Fähigkeiten der Schüler entsprechen. Sie bieten Schülern die Möglichkeit, Kurse zu aufzubauen, die auf Pflichtfächern basieren (Kenntnis im Lernen furs Leben, für die Arbeit und persönliche Entwicklung), mit der Möglichkeit auf Fachgebiete zur Berufsausbildung.

Wir kreierten drei VOLICITY Kurse: Unser Ziel war es, zwei Kerneinheiten für jeden Kurs zu kreieren, die in jeder Organisation von den Schülern belegt wurden. Diese sind: - Erstellen eines persönlichen Portfolio
- Arbeitserfahrung.
Diese Einheiten wurden in Stufe 2 anvisiert und beinhalten eine Mischung aus geleitetem Lernen durch Lehrer (10 Kontakt Stunden) und selbst durchgeführtem Lernen (private Lernzeit) in welcher die Schüler Aufgaben und Projektarbeiten erledigten (20 Stunden). Jede Einheit betrug einen OCNLR Benotungswert von 3 Punkten. Dann schufen wire in Set von Berufsbildenden Einheiten zur Unterstützung der Kerneinheiten. In London bei BALIK Arts bestand dies aus drei Radio Einheiten: - Nutzung der Radio Ausrüstung;
- Vorbereitung auf eine Radio Übertragung;
- Moderation einer Radio Übertragung.
Jede dieser Einheiten hat einen Benotungswert von 2 Punkten, insgesamt also 6 Punkte. Diese Einheiten wurden von den bereits existierenden Einheiten des OCNLR übernommen, stimmten aber komplett mit den Struktur- und Bewertungsverfahren des NOCN überein.
Die Abgabe der drei VOLICITY Kurse und die Benotungsreise Die Kurse fanden alle im Frühjahr 2007 statt. Jeder dieser Kurse betrug - in der Theorie – 120 Lern-Stunden. In der Praxis verbrachten die Schüler weit mehr Zeit bei bestimmten Elementen ihrer Kurse – besonders bei den berusvorbereitenden Elementen. Der Benotungsprozess wurde durch BALIK Arts in London durchgeführt. Der Grund hierfür lag in der beginnen Beziehung zu OCNLR und seinen technischen Anforderungen (Qualitätssicherungsverfahren), die notwendig waren für eine Übereinstimmung mit den Bewertungsverfahren. An dieser Stelle muss gesagt werden, dass das OCNLR Benotungssystem nur für die Schüler der Kerneinheiten in Berlin und Istanbul zutraf (Portfolio und Arbeitserfahrung). Wir waren leider nicht in der Lage weder angemessene berufsvorbereitende Einheiten für Berlin (mit filmischem Hintergrund) oder Istanbul (mit innendesignerischem Hintergrund) zu schreiben noch zu erhalten in der uns zur Verfügung stehenden Zeit. Unser Ausgangspunkt war die unübersehbare Tatsache, dass OCNLR zwar den Auftrag hatte, nur in Grossbritannien tätig zu werden, aber andererseits baten wir OCNLR die Lernergebnisse von Schülern in der Türkei und in Deutschland zu benoten. Um dem entgegen zu wirken, verlieh OCNLR ganz offiziell den “Anerkennungsstelle” Status an BALIK Arts. Dies bedeutete, dass BALIK von nun an OCNLR-basierende Kurse durchführen durfte.

Ergebnisse für VOLICITY Benotungen Die Abgabe jedes Kurses nahm eine deutliche Richtung für jede teilnehmende Organisation. BALIK Arts: In London endete der BALIK Arts Radio Kurs damit, dass sämtliche Schüler die OCNLR Anerkennung für ihre Radio Arbeit (Berufsausbildung) und ihr Portfolio und ihre Arbeitserfahrungseinheiten (Kern) erhielten. Neun Schüler erhielten insgesamt 96 Punkte. PERA Fine Arts: In Istanbul war die Reise für PERA etwas komplizierter, jedoch nicht weniger zufrieden stellend im Ergebnis. Wie bereits erwähnt, galten die OCNLR Punkte nur für die Portfolios und die Arbeitserfahrungseinheiten bei PERA Schülern. Alle neun Schüler erhielten ihre Zertifikate für diese beiden Kerneinheiten (neun Schüler erhielten 54 Punkte insgesamt). Ein weiteres und viel versprechendes Ergebnis ist PERA’s Interesse daran, eine OCNLR “Anerkennungsstelle” zu werden. Dieses wird es PERA ermöglichen, NOCN Einheiten vorzuschlagen, die diejenigen beinhalten, die bisher im Qualifikationen für Karriere System angesiedelt waren. Naunynritze: Kultureller Kompetenz Nachweis Die Reise für Naunynritze in Berlin nahm einen anderen Verlauf. Man muss hier zwei Punkte beschreiben. Erstens, das Berufsvorbereitende Kurssystem, das bei Naunynritze angeboten wurde, basierte auf filmischem Hintergrund. Obwohl die Organisation eng mit einem Arbeitgeber der Filmindustrie zusammen arbeitete, wurde der Kurs fast ausschliesslich dem Filmemachen gewidmet. Dies bedeutete, dass Kernaktivitäten bei der Portfolio Erstellung und Arbeitserfahrung nicht ausführlich strukturiert waren in den OCNLR Einheiten, im Gegensatz zu BALIK Arts und PERA. Demzufolge war es nicht möglich, die Schüler von Naunynritze durch den OCNLR Prozess zu benoten. Zweitens führte die Fokussierung auf das Filmemachen als „kulturelle Praxis“ jedoch zu einem alternativen Bewertungsmodell, das von Naunynritze übernommen wurde.

Dieses Modell ist der „kulturelle Kompetenz Nachweis“ (sehen Sie hierzu bitte: www.kompetenznachweiskultur.de). Dieses Modell war für die Organisation neu; bis dahin hatte die Naunynritze keine ihrer Projektarbeiten benotet. Drei Beschäftigte liessen sich fortbilden und erhielten ein Diplom in kultureller Kompetenz. Dieses ermöglichte ihnen, ihren teilnehmenden Schülern Kulturelle Kompetenz Nachweise auszustellen und zu beglaubigen. Die Auszeichnung ist eine Anerkennung der Schülerbeiträge zu kultureller Jugendarbeit, wie in ihren individuellen Kulturellen Kompetenz Nachweisen dokumentiert. Dieses zielt darauf hin, Schüler für ihre eigenen Stärken und Zielerreichungen zu sensibilisieren, basierend auf Anteilnahme und kritischer Betrachtung. Der kulturelle Kompetenz Nachweis bescheinigt Schülern ihre Fähigkeiten, die sie in ihren Projektarbeiten den Mitarbeitern demonstriert haben. Es gibt drei Hauptkompetenzen: “Autonomes Handeln”; “Effektives Funktionieren innerhalb einer sozialen Gruppe”; “Kreative Werkzeugnutzung”.
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